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Kuratierte Sammlung

Videokonferenzen ohne US-Unterauftragsverarbeiter

Europäische Videokonferenz-Tools, geprüft ohne US-Unterauftragsverarbeiter — verglichen nach Eigentümerschaft, Hosting-Region, CLOUD-Act-Risiko und Unterauftragsverarbeiter-Kette.

Kurzfassung

Die hier gelisteten Videokonferenz-Tools betreiben ihren Datenpfad ohne US-Unterauftragsverarbeiter — ein EU/EWR/Schweiz-Betreiber ohne US-Mutterkonzern und ohne in den USA eingetragenen Verarbeiter, einschließlich der Medien-Relays, die die Gespräche tragen. Tixeo (Frankreich, Montpellier — ANSSI-CSPN-zertifizierte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, französisch gehostet) ist die stärkste Option für sicherheitskritische Meetings; sipgate (Deutschland, Düsseldorf — eigenfinanzierter Telefonie-Betreiber mit eigener deutscher Infrastruktur) deckt alltägliche Geschäftsanrufe ab, und Threema (Schweiz — vollständig in der Schweiz gehosteter E2EE-Messenger) sichere Anrufe im Messaging-Kontext. Die Liste ist bewusst kurz: In dieser Kategorie leiten die meisten europäisch gebrandeten Tools Medien weiterhin über US-eingetragene Infrastruktur oder speichern Aufzeichnungen dort — nur wenige bestehen die Messlatte.

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FAQ

Häufig gestellte Fragen

Wo verbergen sich US-Unterauftragsverarbeiter typischerweise im Videokonferenz-Stack?
In den Teilen, die man auf dem Bildschirm nicht sieht: die TURN- und Medien-Relays, die Audio und Video tragen, wenn keine Direktverbindung zustande kommt, die Speicherschicht für Aufzeichnungen, die Transkriptions- oder KI-Zusammenfassungs-Funktion, die eine US-betriebene Modell-API aufruft, und der E-Mail- oder Kalenderdienst für Einladungen. Ein Tool mit EU-Web-Frontend kann das Gespräch selbst dennoch über ein US-eingetragenes Relay leiten — weshalb wir den Medienpfad erfassen, nicht nur das Applikations-Hosting.
Was gilt auf dieser Seite als 'keine US-Unterauftragsverarbeiter'?
Die betreibende Gesellschaft ist EU/EWR/schweizerisch, hat keinen US-Mutterkonzern und setzt keinen in den USA eingetragenen Unterauftragsverarbeiter im Datenpfad ein — Medien-Relays und Aufzeichnungs-Speicher eingeschlossen. Das ist die Messlatte 'CLOUD-Act-Risiko: keines' des Verzeichnisses, geprüft anhand der öffentlichen Unterauftragsverarbeiter-Liste und der Eigentümerschaftsnachweise jedes Anbieters.
Warum stehen so wenige Tools auf dieser Seite?
Weil Echtzeit-Medien infrastrukturintensiv sind. Globale Relay-Netze sind teuer, daher mieten viele europäisch gebrandete Meeting-Tools sie — oft bei US-eingetragenen Cloud- oder CDN-Anbietern —, und KI-Funktionen setzen eine US-Modell-API obendrauf. Das Ergebnis ist eine Kategorie, in der sich 'EU-Tool' und 'keine US-Verarbeiter in der Kette' weniger überschneiden, als Käufer annehmen. Die kurze Liste spiegelt die Datenlage — und wächst, sobald Anbieter ihre Ketten bereinigen.
Reicht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung allein aus?
Sie verengt das Risiko erheblich — bei echter E2EE transportieren Relays Chiffretext —, deckt aber nicht alles ab: Meeting-Metadaten, Teilnehmerlisten, Planungsdaten und serverseitige Aufzeichnungen liegen außerhalb des verschlüsselten Medienstroms. Die Jurisdiktion über den Betreiber und seine Verarbeiter wird deshalb separat erfasst.
Erfüllt eine EU-Datenresidenz-Option einer US-Plattform diese Messlatte?
Nein. Datenresidenz regelt, wo Medien und Aufzeichnungen verarbeitet oder gespeichert werden — nicht, welche Jurisdiktion den Betreiber verpflichten kann. Eine in den USA eingetragene Plattform bleibt dem CLOUD Act unterworfen, unabhängig von der gewählten Region. Genau diese Unterscheidung zwischen Standort und Jurisdiktion bildet das Risiko-Flag jedes Eintrags ab.
Methodik

Wie wir jeden Eintrag hier geprüft haben.

Für jedes Produkt prüfen wir die öffentliche DPA, das Unterauftragsverarbeiter-Dokument, die Hosting-Region, Zertifizierungen und die Eigentümerstruktur. Jede Prüfung wird mit Zeitstempel versehen. Die Signale sind redaktionell und werden vierteljährlich neu verifiziert. Selbstauskünfte akzeptieren wir nicht.

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